In den letzten Wochen waren unsere Leute von unserem Büro in Hong Kong in den Anbaugebieten für Kürbiskerne unterwegs, um uns einen Erst-Hand-Bericht zur neuen Ernte zu übermitteln.
Im Nordosten, den Anbaugebieten von shine skin- und snow white-Kernen, wird der Kürbisanbau in diesem Jahr sehr mit Soja und Mais konkurrieren müssen. Die chinesische Regierung gibt üppige Subventionen an die Bauern aus, damit diese die klassischen US-Importprodukte verstärkt im eigenen Land produzieren. Der enorme Überhang an Kürbiskernen aus den vorherigen Ernten – es soll sich noch Ware aus Ernte 2015(!) im Markt befinden – einhergehend mit der geringeren Nachfrage, hat ja in den letzten Jahren zu einem massiven Preisverfall geführt.
Diese beiden Einflussfaktoren führen zu einer Verringerung der Anbauflächen in einer Größenordnung von ca. 50% beim shine skin-Anbau.
In den GWS-Anbaugebieten im äußersten Westen sieht es ähnlich aus.
In diesen Teilen des Landes werden die Agrarflächen unter der Leitung des Militärs bewirtschaftet. Der direkte Staatseinfluss führt dort zur direkten Umsetzung der Subventionspolitik und verdrängt den Kürbisanbau in einem noch stärkeren Maße. Erschwerend kommt hinzu, dass es in dieser Region Chinas Ende Mai / Anfang Juni sehr schwere Sandstürme – ungewöhnlich für diese Jahreszeit – gegeben hat, die Teile der Anbauflächen vernichtet haben sollen. Die Schätzungen zur Verringerung der Anbauflächen bei GWS gehen weit über 50%.
Ein weiterer Einflussfaktor: Chinas Zentralbank hat kürzlich die Mindestreserven reduziert, damit haben die regionalen Geschäftsbanken mehr Spielraum zur Vergabe von Krediten. Durch diese Entscheidung der chinesischen Währungshüter kommen insbesondere kleine Firmen wieder erheblich leichter an Kredite. Dies soll die Wirtschaft beflügeln. Diese Maßnahme wie auch die aktuelle Subventionspolitik sind direkte Auswirkungen der Trump’schen Weltpolitik.
Wir rechnen damit, dass sich die Erntemengen erheblich reduzieren werden und dass die Lockerung der Geldpolitik die Spekulationen mit Agrarprodukten anheizen wird. Dies dürfte den Preis für Kürbiskerne der neuen Ernte festigen bzw. verteuern. Da wir keine genaueren Zahlen zum noch vorhandenen Ernte-Überhang haben bzw. bekommen, ist es schwer eine Aussage zum erwarteten Preisniveau zu machen.
Wir halten es für ratsam, das aktuell niedrige Preisniveau der aktuellen Ernte zu nutzen, um bis Jahresende abgedeckt bzw. abgesichert zu sein.
Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung!
Tampico Trading – More than 30 Years of Success
“We only deal in a few well selected foodstuffs – but for these we are experts!”
EMail: tampico@tampico.de | Tel.: +49 911 91 96 69-0






