Sonnenblumenkerne – Russland:
Bisher wurden die Erntemengen in Russland auf knapp 10 Millionen MT geschätzt. Die Ausdehnung der Anbauflächen auf gut 7.000.000 Hektar in Kombination mit den hohen Hektarerträgen (wegen guter klimatischer Bedingungen) sind wohl die Gründe für die nun diskutierte Erhöhung der bisherigen Ernteschätzung. Man geht nun davon aus, den Ernterekord von über 10,50 Million MT aus dem Erntejahr 2013 übertroffen zu haben.
Für die Anbauer steht allerdings ehr die Wirtschaftlichkeit im Vordergrund, was im Wesentlichen von der weiteren Preisentwicklung an den Rohstoffmärkten abhängt. Das kann aber derzeit noch nicht eindeutig beantwortet werden.
Sonnenblumenkerne – Ukraine:
Auch in der Ukraine geht man von einer deutlichen Anhebung der bisherigen Erntemengenschätzung aus. Von den knapp 6,0 Millionen Hektar Anbaufläche in 2016, konnten Dank vorteilhafter Witterungsbedingungen während der Wachstumsperiode Hektarerträge von gut 2,27 MT pro Hektar erreicht werden. Das Erntevolumen soll nach Schätzungen von Marktteilnehmern auf dem Rekordniveau von über 13,30 Mio. MT liegen. Diese enorme Ernte kommt dem stetig wachsenden Bedarf der Sonnenblumenöl-Produzten in der Ukraine entgegen.
Sonnenblumenkerne – Bulgarien:
Der offizielle Erntebericht durch das bulgarische Agrarministerium, weißt eine weitere Reduzierung der Anbauflächen um gut 20.000 Hektar aus. War man noch bis Oktober von ca. 780.000 Hektar ausgegangen, so sind nun nur noch 760.000 Hektar laut Statistik abgeerntet worden. Das führt dann zwangsweise auch zu einer Reduzierung der Erntemengen, die trotz ordentlicher Hektarerträge von 2,24 MT/Hektar, jetzt nur noch bei rund 1,70 Mio. MT liegen soll. Die Preise an den Rohwarenmärkten waren bisher stabil und hofft weiterhin auf einen moderaten Verlauf.
Sonnenblumenkerne – USA:
Das amerikanische Ziel zur Reduzierung von Treibhausgasen wurde im Strategiepapier der Regierung kürzlich bekanntgegeben. Der Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen im Kraftstoffbereich soll weiter ausgebaut werden. Hierzu wird ab 2017 ein neuer US-Standard für Kraftstoffe eingeführt. Dieser besteht aus einem festgelegten Energiemix auch Bio-Ethanol-Produkten, Pflanzenölen und fossilen Kraftstoffen.
Nur die Verwendung von Soja-Öl soll hierbei um über 6 % gesteigert werden. Umgehende und deutliche Reaktionen bei den Börsennotierungen für Ölsaaten wie Soja konnten beobachtet werden. Eine Nachfrage- bzw. Preissteigerung bei Soja wird zwangsläufig auch Alternativen wie Sonnenblumenöl erfassen, was wiederum Einflüsse auf den Rohstoffmarkt erwarten lässt.
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